Eine Tochtergesellschaft des amerikanischen Konzerns Ford mit Sitz in Dearborn, Michigan, ist der Automobilbauer Lincoln. Unter der gleichnamigen Marke vertreibt der Autohersteller seine renommierten Fahrzeuge. Die Motor Company wurde im Jahr 1917 von Henry M. Leland und seinem Sohn gegründet. Benannt wurde das Unternehmen in Anlehnung an den 16. Präsidenten Amerikas, Abraham Lincoln. Anfangs konzentrierte sich das noch junge Unternehmen auf die Herstellung von Flugzeugmotoren wie der Liberty L8 und L12. Sie wurden für den Einsatz amerikanischer Flugzeuge im Ersten Weltkrieg verwendet.
Nach Kriegsende wurden die Produktionsstätten für die Herstellung von Luxusautomobilen umgerüstet, die ab 1920 auf dem Fahrzeugmarkt abgesetzt wurden. Mehrfach erfuhr zu dieser Zeit das Unternehmen Lincoln große finanzielle Einbrüche und bangte um seine weitere Existenz. Durch den Verkauf seiner Anteile an den Hersteller Ford im Jahre 1922 ermöglichte Leland der Marke ein Überleben. Ford hat den Automobilhersteller aber schon vorher unterstützt. Die Marke erlebte nach der Fusion zur Lincoln-Mercury Division den Aufschwung zum Konkurrenten anderer Luxusautomobilmarken. Ab den 30er Jahren war die Marke Lincoln in den USA derart beliebt, dass die Präsidenten sehr häufig eine Limousine aus dem Hause nutzen.
Zu den erfolgreichsten und bekanntesten Fahrzeugen der Marke Lincoln zählt das Coupé aus der Mark Serie, das Modell L und K (gebaut 1921-1930 und 1931-1939), L Sport Touring sowie der Zephyr. In den Jahren 1943 bis 1945 wurden keine Fahrzeuge gefertigt. Nachdem das Unternehmen die Automobilproduktion wieder aufnahm, folgten bekannte Modelle wie Continental und die Town Cars Aviator, MKZ und MKS. Geländewagen und Sportlimousinen ergänzen die Marke.
