Fahrbericht Spider 1.8 TBi 16V: Rundum gute Figur
Der Alfa Spider ist eine der Italo-Kultkutschen, der Alfa Romeo Spider 1.8 TBi 16V die aktuelle Topversion des Cabrios. Seit 1966 gibt es ihn und damit ist er eines der Autos, die sich am längsten in Produktion befinden. In vier Modellgenerationen blieb er bis 1993 fast unverändert, ab dann lies Alfa sich zu Experimenten verleiten.
Der jüngste Alfa Romeo Spider 1.8 TBi 16V endet hinten so markant, hochkantig und breit, wie er vorne mit emotionalem Scudetto und den sechs Leuchten grandios startet. Er ist trotz feiner Zeichenstriche hier und da im Gesamteindruck viel bulliger als die Originalversion. Dennoch fehlt es an Platz innen, vor allem bei der Beinfreiheit. Nichts Neues bei Alfa Romeo.
Gelungen ist den Italienern wieder mal das Cockpit: Leder und Aluminium sorgen für den nötigen Pep – Mailand lässt grüßen. Die drei kleinen Uhren für Tank, Kühlwasser und Ladedruck bringen klassische Rennatmosphäre ins Cabrio. Das Cockpit ist à la BMW dem Fahrer entgegen drapiert und das Bose-Soundsystem liefert im offenen wie geschlossenen Zustand stets die optimalen Klänge zur Fahrt. Das elektrische Verdeck schließt und öffnet sich leider nur im Stand und braucht mit fast 35 Sekunden verhältnismäßig lange.
Waren die Alfa Romeos früher stets launisch wie eine italienische Diva, scheint man dem Alfa Romeo Spider 1.8 TBi 16V diese ausgetrieben zu haben. Die nagelneue 1.8-Liter Maschine schüttelt 200 PS aus dem Ärmel und weist eine Reihe technischer Neuerungen auf: Da sind eine hochmoderne Benzin-Direkteinspritzung, die den Treibstoff mit einem Druck von 150 bar in die Brennräume jagt, die neuen Nockenwellen ermöglichen jetzt variable Ventilsteuerungszeiten und der Luftdurchfluss im Motor ist erhöht, was der Zugkraft guttut. Ferner kommt noch ein Turbolader dazu, der bereits bei niedrigen Drehzahlen einsetzt. Für das alles braucht er 8,2 Liter auf hundert Kilometer – sehr gut.
Mit der direkten Lenkung geht der Alfa Romeo Spider 1.8 TBi 16V wie auf Schienen durch die Kurven. Die Turbokraft lässt sich mit dem Sechsganggetriebe zackig regeln. Eigentlich fehlt nichts, nur ein lauter Motor, um die Rennwagenatmosphäre ganz hinzukriegen. Denn, verglichen mit den Vorgängern, hört man in diesem Alfa kaum Fahrgeräusche.
Fazit: Der Alfa Romeo Spider 1.8 TBi 16V gibt eine rundum gute Figur ab, wie man sie sich von einem italienischen Wagen erträumt. Für 31.950 Euro aufwärts bietet der Spider, der optisch von seiner Leichtigkeit einen Hauch aufgab, extrem verbesserte Technik unter der Haube. Alter Fahrspaß wurde reibungslos in die neue Generation gerettet.
[dw]
- verlässliche Leistung
- geringer Verbrauch
- günstiger Anschaffungspreis 31.950 Euro
- langsames Elektro-Verdeck
- wenig Platz im Cockpit















