08.02.2012, 11:35

Fahrbericht: Aston Martin DB9

Der Aston Martin DB9 ist ein echter Alleskönner. Auf der einen Seite handelt es sich um einen lupenreinen Sportwagen. Andererseits hat der britische Traditionshersteller großen Wert auf Komfort und eine herausragende Verarbeitung gelegt.

Wer eine reine Fahrmaschine erwartet, der wird schnell eines Besseren belehrt, denn der Aston Martin DB9 kennt nicht nur Vollgas, sondern beherrscht auch das typische, britische Understatement.

Allein die Herstellung des Aston Martin DB9 ist schon eine Besonderheit. Wo anderswo ausschließlich Fließbänder durch Fabrikhallen rollen, setzt man in Gaydon noch verstärkt auf Handarbeit. Diese zeigt sich beispielsweise im edlen Holzfurnier im Innenraum aber auch an den zahlreichen kleinen Details, die das Fahren in dem Boliden schöner machen.

Die nackten Zahlen sorgen bei Sportwagenfans bereits für leuchtende Augen. Der V12-Motor aus Aluminium zeichnet sich durch eine enorme Laufruhe aus und liefert 477 PS aus einem Sechs-Liter-Hubraum. Das maximale Drehmoment liegt bei 600 Nm und aufgrund der leichten Bauweise entsteht ein Leistungsgewicht von 3,7 Kilogramm pro Pferdestärke. Jede Menge Kraft also, die in einer Höchstgeschwindigkeit von 306 km/h gipfelt und für einen Normsprint in gerade einmal 4,8 Sekunden sorgt.

Vor dem Einsteigen steht der gewinnende optische Eindruck. Der Kühlergrill ist unverkennbar, die Silhouette aerodynamisch und sportlich und das Öffnen der Wagentür erfolgt über schmucke Metalltürgriffe. Im Innenraum werden Fahrer und Beifahrer von jeder Menge Leder empfangen und unter ergonomischen Gesichtspunkten könnte der Sportwagen kaum bequemer sein. Lediglich die Abdeckung für das Display der Navigation zeigt kleine Schwächen, die jedoch dem Werkstoff Holz geschuldet sind. Zudem ist zu bemerken, dass das Platzangebot gerade einmal für zwei Personen reicht. Die Rückbank ist soeben groß genug für eine kleine Reisetasche oder einen Aktenkoffer.

Elegant und kräftig: Der Aston Martin DB9 (Quelle: Aston Martin)

Elegant und kräftig: Der Aston Martin DB9 (Quelle: Aston Martin)

Wird der Motor angeworfen, so ist der Sound unvergesslich. In den niedrigen Geschwindigkeitsbereichen erstaunlich leise, entfaltet das machtvolle Aggregat bei Beschleunigung eine geradezu orchestrale Macht. Für jede Menge Fahrspaß sorgt die Tatsache, dass das maximale Drehmoment des Aston Martin DB9 bereits bei 1.500 U/min abrufbar ist. Überhaupt ist das komplette Fahrgefühl auf Sportlichkeit ausgelegt, was sich sowohl im Touchtronic-Automatikgetriebe als auch beim 6-Gang-Sportgetriebe zeigt. Wer beispielsweise die Schaltpaddel am Lenkrad bedient, der sorgt für einen Gangwechsel wie in der Formel 1.

Beim Handling kommt dem Aston Martin DB9 die ideale Gewichtsverteilung von 50:50 zwischen Vorder- und Hinterachse zugute. Zudem liegen 85 Prozent des Gewichts im mittleren Bereich. Hinzu kommen EBD und EBA, wodurch Sicherheit gewährleistet wird.

Der DB9 beeindruckt durch seinen röhrenden Sound:

(sm)

Positiv
Positiv
  • Handling
  • Verarbeitung
  • Kraft
Negativ
Negativ
  • wenige Details im Innenraum
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